Rohstoffengpässe und lange Lieferzeiten

13.03.2021

Die Marktsituation ist aktuell extrem schwierig. Rohstoffengpässe und lange Lieferzeiten beschäftigen uns alle außerordentlich. 

Es gibt vier Ursachen, warum sich die Versorgung mit Holz- und Holzwerkstoffen so deutlich verschlechtert hat und sich in den kommenden Wochen wohl weiter zuspitzen wird. 


Ein Überblick: 

Rund- und Schnittholz
Rund- und Schnittholz sind seit Monaten nur eingeschränkt verfügbar, Schadholzmengen sind in geringerem Maße als geplant angefallen. Der Frischholzeinschlag ist, in der Erwartung steigender Preise, reduziert worden. Die Bauaktivitäten allgemein sowie der Bedarf an Holz liegen aber auf hohem Niveau. Anlieferungen von Schnittholz erfolgen daher längst nicht mehr so verlässlich, wie es in der Vergangenheit üblich war – und für eine verlässliche Belieferung erforderlich wäre.

Übersee
 Der Export von Schnittholz ist in 2020 von rund 7 Mio. Kubikmetern auf 9,6 Mio. Kubikmetern angestiegen. Damit liegt Deutschland auf Rang 4 der größten Schnittholzexporteure weltweit, nach Kanada, Russland, Schweden. Die USA sind mit rund 2 Mio. Kubikmetern der Hauptabnehmer und haben ihren Import von Schnittholz aus Deutschland um 55 Prozent gesteigert. 

Container-Situation
Die Container-Situation ist extrem angespannt, die Containerpreise steigen stark. Viele Firmen haben daher „gepokert“ und Lieferungen bzw. Frachtraum storniert, in der Hoffnung, Ende Februar zu niedrigeren Frachtraten verschiffen zu können. Dies scheint jedoch nicht zu funktionieren, da aufgrund der Menge an nicht verschifften Containern und des nach wie vor knappen Frachtangebots die Nachfrage ungebrochen hoch sein wird. Das kann zu großen Problemen in der Warenversorgung führen.

Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr zur Folge, dass viele Großunternehmen aus Sorge vor einem Umsatzeinbruch wegen des Lockdowns die Produktionen deutlich gedrosselt haben. Tatsächlich aber stieg die komplette Nachfrage im Bau- und Renovierungssektor. Viele Warengruppen greifen auf die gleichen Rohstoffe sowie Halbfertigprodukte zu – dies bedeutet im Klartext: Angebot und Nachfrage klafften schnell auseinander. Noch heute wirkt das nach, denn Lagerkapazitäten hat die Industrie nicht aufbauen können.

Die Rahmenbedingungen sind also angespannt wie selten zuvor. Wir versichern Ihnen dennoch, dass wir mit hoher Kraft daran arbeiten, positiv auf die Liefersituation der Hersteller einzuwirken. Als Mitglied der HolzLand-Kooperation haben wir dabei beste Unterstützung. Einige Waren werden vielleicht über einen kurzen / längeren Zeitpunkt nicht verfügbar sein. Die Realisierung von Bauvorhaben und Bauprojekten kann sich dadurch verzögern. 

Wir bedauern dies, sind aber bestrebt, gemeinsam mit Ihnen tragfähige und faire Lösungen zu finden. 
Wie könnte das funktionieren? 

  • Es wäre wünschenswert, wenn Sie Ihre Bedarfe frühzeitiger als sonst bei uns ordern würden.
  • Wir wiederum versuchen, für Waren, die nicht verfügbar sind, alternative Produkte zu finden.
  • Rechnen Sie damit, dass wegen der angespannten Versorgungssituation die Planungszeit für Ihre Projekte höher sein wird.
  • Wir bieten Ihnen an, Ihre Umsätze mit uns zu analysieren und für schnelldrehende Produkte Lagervorschläge auszuarbeiten.
  • Kommunizieren Sie bei Ihren Kunden rechtzeitig, dass es zu Verschiebungen bei Ihren Aufträgen kommen könnte.
  • Wir unterstützen Sie, wo wir können.

Wir gehen von weiteren Preissteigerungen aus und werden daher unsere Angebote für Sie zeitlich befristen müssen. 

Sofern Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne. 

Holz-Müller GmbH

Holzgroßhandel und Holzfachhandel - Wir leben Holz

Höseler Str. 16 • 42579 Heiligenhaus

Öffnungszeiten: Verkauf: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr

Weitere Informationen für Sie